

Tierisch menschlich
Ein Mensch legt einem Otter einen Verband an als handle es sich um einen Artgenossen, sprich um einen Menschen. Die deutsch irakische Künstlerin Lin May Saaed , die 2023 im Alter von fünfzig Jahren an einem Hirntumor starb, schuf Bildwelten in denen sich Menschen und Tiere auf Augenhöhe begegnen. Auch in ihren Reliefs gibt es ein harmonisches Miteinander zwischen den Spezien. Der Elefant im Raum: warum spalten wir uns ab, dominieren die Tiere, statt sie als Mitbewohner uns
vor 9 Stunden


Rohe Kunst
Wir haben einen Künstler des Berner Ateliers Rohling in der Collection de l'Art Brut in Lausanne entdeckt: Clemens Wild , der meist Frauen, die er in seiner Heimumgebung trifft, porträtiert. Zum Beispiel Reinigungskräfte über die er dann auch Texte schreibt. So erfährt man etwa über die in Schichten arbeitende Romy, dass sie in einem Gospelchor singt. Wilds Werk wurde kürzlich in die Collection de l'Art Brut aufgenommen. Die Institution, die ihr Bestehen dem französischen
vor 4 Tagen


Im Merzbau
Der Kurator Martin Waldmeier trägt Finken - denn er ist im Innern des nachgebauten so genannten Merzbaus von Kurt Schwitters (1887 -1948). Das Original wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört. Den Merzbau bezeichnete Waldmeier anlässlich der Pressekonferenz als "Urknall der Installationskunst". Tatsächlich war begehbare Kunst - die heute boomt - zu Schwitters Zeit noch ein Novum. Die Ausstellung "Kurt Schwitters. Grenzgänger der Avantgarde" im Zentrum Paul Klee
23. März


Gelb in Bewegung
Das ist nicht John Travolta in Pulp Fiction, sondern der niederländische Künstler Robert Zandvliet , der über das Gelb in seinem Gemälde spricht. In Holland sind die Züge Gelb - das Bild wurde davon inspiriert. Dynamik entsteht durch Farbnuancen und die absichtlich nicht ganz geraden Linien. Das graue Feld lässt an den Blick aus einem Zug denken. In seinen von der Natur inspirierten Arbeiten spielt der all over Effekt eine grosse Rolle. Eintauchen erwünscht. Vernissage : Fre
19. März


Zwei Liebhaber
Am Boden liegt feministische Literatur und der Text im Bild besagt, dass diese Frau zwei Liebhaber hat und beide liebt. Das Gemälde stammt von Kelly James Marshall , der im Kunsthaus Zürich seine erste Einzelausstellung in der Schweiz erhält. Der US-Amerikaner ist ein begnadeter Story-Teller, der eigene Erfahrungen mit der Geschichte Schwarzer Menschen verknüpft. Dabei zitiert er häufig aus der Kunstgeschichte, macht sich die Historienmalerei zu eigen und schafft mit Elem
16. März
